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Synonym: Kraniofaziale Dysostose
Geschichte:
1912 Erstbeschreibung durch Crouzon an einer Frau und ihrem Sohn 1915 Beschreibung einer Familie, in der 7 von 21 Mitgliedern die typischen Merkmale aufwiesen. Dies wurde als weiter Hinweis auf die Vererblichkeit gesehen
Gesichtszüge:
Vorzeitiger Verschluß besonders der Koronarnaht, manchmal auch der Lambdanaht Unterschiedliche Schädelform, abhängig vom Ausmaß und Schnelligkeit des Verschlusses der Nähte Heraustretende Augen Nystagmus und auseinanderweichendes Schielen Beschädigung des Augennervs weit auseinanderstehende Augenhöhlen (Hypertelorismus) Kurze Oberlippe Unterentwicklung des Oberkiefers mit Unterbiss "Schnabelförmige" Nase wegen des unterentwickelten Mittelgesichtes Manchmal beidseitiges Fehlen des Gehörgangs Hoher und kurzer Gaumen Falscher Zahnschluß
Andere klinische Auffälligkeiten:
Selten Subluxation des Radiusköpfchens Manchmal geistige Behinderung Radiologische Auffälligkeiten an den Händen
Diagnose:
Klinischer Aspekt bei Geburt Röntgenologisch finden sich in der computertomografichen und 3D Darstellung vorzeitige Verknöcherungen der Koronarnaht und der Lambdanaht sowie ausgeprägte Einbuchtungen des Schädels von Innen (Impressiones digitates) Abgrenzung von anderen Formen der Kraniosynostosen
Ursache:
Unbekannt
Vererbung:
Autosomal dominant Unterschiedliche Ausprägung Ein Drittel der Fälle sind Neumutationen
Prognose und Behandlung:
Die vorzeitige Verknöcherung beginnt im ersten Lebensjahr und endet mit 2 bis 3 Jahren Normale Lebenserwartung Fortschreitende Sehbehinderung Manchmal geistige Behinderung Neurochirurgische Entlastung Fronto-orbitale Mobilisation und Mittelgesichtsvorschub
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