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Ganglien (auch Überbein) sind harmlose gutartige Geschwulstbildungen. Sie entstehen häufig bei Überlastungen von Gelenken oder Sehnen an der Hand oder bei Abnutzung (Arthrose) oder Entzündungen von Gelenken (Arthritis).
Ganglien sind meist prall-elastisch, von unterschiedlicher Größe und mit einer Gel artigen Flüssigkeit gefüllt. Es findet sich meist eine stielartige Verbindung zu dem Gelenk oder der Sehnenscheide, von der sie ausgehen. Die Größe der Ganglien variiert. Sie sind mitunter so klein, dass sie von außen nicht sichtbar sind, können aber auch mehrere Zentimeter m Durchmesser groß werden. Der volkstümliche Begriff „Bibelzyste“ lässt sich auf die brachiale Behandlung in Vorzeiten zurückführen, wobei die Zysten mit einer Bibel zerschlagen wurden. Auch die Zertümmerung mit Hammern ist überliefert. Bei diesen Behandlungsformen sind als Nebeneffekt selbst Knochenbrüche der Hand beschrieben und heute selbstverständlich obsolet.
Ganglien sind häufig nur ein ästhetisches Problem. Schmerzen treten auf, wenn Nerven durch Druck irritiert werden oder wenn Ganglien innerhalb eines Gelenks liegen und den Bewegungsablauf stören.
Die häufigste Lokalisation ist über der Streckseite des Handgelenks, weitere häufige Lokalisationen an der Hand sind auf der Beugeseite des Handgelenks in Verlängerung des Daumens oder auf der Beugeseite der Fingergrundglieder. Prinzipiell können Ganglien jedoch über jedem Gelenk, Sehnenscheide oder Ringband auftreten.
Eine Behandlung ist nicht in jedem Fall notwendig. Gerade bei jugendlichen Patienten kommt es manchmal sogar auch zu einer spontanen Rückbildung.
Eine Punktion der Zyste hat nur in ca 30% Erfolg, meist kommt es zu einer erneuten Füllung des Ganglions. Risiko dabei ist eine Infektion, die bei Übergreifen auf das Gelenk schwere Folgeschäden haben kann. Aus diesem Grund raten wir in den meisten Fällen davon ab.
Wenn lange bestehende Ganglien ästhetisch stören oder Schmerzen verursachen raten wir zur operativen Entfernung Über einen kurzen queren Schnitt über dem Ganglion wird dieses komplett mit seinem Stiel zum Gelenk entfernt und die Gelenkkapsel an der Basis des Stiels gefenstert.
Da die Ursachen für die Entstehung der Ganglien (z.B. Arthrose) meist nicht beseitigt werden, neigen Ganglien dazu in 20% der Fälle auch nach operativer Entfernung wieder zu kommen. Um die Rezidivgefahr jedoch so gering wie möglich zu halten, sollte die Operation von einem in der Handchirurgie erfahrenen Arzt operiert werden.
Unser Angebot: Wir erheben einen Ausgangsbefund und besprechen mit Ihnen, basierend auf Ihren Wünschen, welche realistischen Behandlungsergebnisse mit den verschiedenen Methoden bei Ihnen erreicht werden können. Nach der ausführlichen Beratung erhalten Sie ein konkretes Behandlungskonzept.
Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung: in München: Widenmayerstraße 16/I, 80538 München in Starnberg: Oßwaldtraße 1a, 82319 Starnberg.
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