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Varizenverödung, Sklerosierung: Verschluss erweiterter Venen durch Einspritzen eines Verödungsmittels und anschließende Kompression.
Varizenoperation, Stripping: Operative Entfernung der erkrankten Gefäße. Krampfadern sind der sichtbare Ausdruck einer venösen Strömungsbehinderung, die im Lauf der Zeit zu einer Stauung führen kann. Die sog. primäre Varikosis ist meist erblich bedingt und entsteht ohne erkennbare äußere Krankheitsursache; sie betrifft das oberflächliche (sichtbare) Venensystem. Bei der sekundären Varikosis liegt eine Klappeninsuffizienz der tiefen Venen vor, die beispielsweise durch Beinvenenthrombosen hervorgerufen werden kann. Wenn sie jedoch Beschwerden wie schwere Beine und Schmerzen beim Stehen verursachen, können auf lange Sicht schwere Folgeschäden eintreten.
Der Eingriff • Die Verödung (Sklerosierung) eignet sich vor allem bei kleineren Krampfadern. Mit einer feinen Nadel wird ein Mittel injiziert, das - unterstützt durch einen Kompressionsverband - eine Verklebung der Venenwände verursacht. In einigen Monaten baut der Körper diese Venen ab und sie verschwinden. Eine Verödung erfolgt ambulant, ohne Narkose und ist weitgehend schmerzfrei. Wieviele Sitzungen notwendig sind, hängt von der Anzahl der Krampfadern ab. • Bei größeren Krampfadern kommt nur eine Operation in Frage, die defekte Vene bzw. der betroffene Abschnitt muss entfernt werden. Beim so genannten Stripping werden über kleine Einschnitte in der Leistenbeuge, in der Kniekehle oder am Fußknöchel ganze Stämme oberflächlicher Venen mittels einer Sonde aus der Unterhaut gezogen („gestrippt“). Andere Venen übernehmen ihre Funktion. Unter der Voraussetzung, dass die tiefen Stammvenen intakt sind, erreicht man durch das Strippen oberflächlicher Venen ein Nachlassen der Beschwerden und eine erhebliche kosmetische Verbesserung. Eine Strippingoperation dauert 30 Minuten bis 1 Stunde und wird in Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt.
Nachbehandlung Nach der Behandlung wird ein straffer Kompressionsstrumpf bzw. eine Kompressionsstrumpfhose angelegt und der Patient muss hin- und hergehen, die frühe Mobilisation des Patienten in Verbindung mit einer Kompressionsbehandlung ist das A und O des Behandlungserfolges. Meist können Venenpatienten auch ihre Berufstätigkeit 2-3 Tage nach der Behandlung wieder aufnehmen. Ein Spannungsgefühl im behandelten Hautbereich ist in den ersten Tagen normal. Eine erste Kontrolluntersuchung erfolgt nach 2 bis 5 Tagen, eine Funktionskontrolle der Venen nach 3 bis 6 Monaten, weil bei vielen Patienten das endgültige Ergebnis der Behandlung erst dann zu beurteilen ist. Gegebenenfalls müssen verbliebene Seitenäste von Stammvenen durch eine zweite Behandlung verödet werden. Für etwa 6 Wochen müssen tagsüber Kompressionsstrümpfe getragen werden. Venenpatienten sollten 4 Wochen keinen Sport treiben, sich aber viel bewegen und langes Stehen und Sitzen vermeiden. Schlecht sind hohe Temperaturen und lange Sonnenbäder.
Risiken und Gegenanzeigen: Bei Krampfaderbehandlungen sind Komplikationen selten. Wenn beim Sklerosieren Teile des Verödungsmittels neben das Gefäß gelangen, kommt es zu Entzündungen und Geschwüren. In seltenen Fällen kommen allergische Reaktionen vor. In manchen Fällen treten oberflächliche Venenentzündungen auf, sehr selten sind Beinvenenthrombosen (0,1%).Bei manchen Patienten kommt es im Verödungsbereich zu bleibenden Hautpigmentveränderungen. Beim Strippen von Krampfadern werden manchmal oberflächliche Nervenäste am Unterschenkel verletzt. Dann drohen Empfindungsstörungen an der Innenseite und im Bereich der Knöchel. Ein weiteres Risiko besteht in einer Verletzung der Lymphwege. Sollte das tiefe Venensystem eingeengt werden, könnten Thrombosen die Folge sein. Diese Komplikationen sind aber selten. Als häufigste Komplikation muss man das Wiederauftreten von neuen "Krampfadern" nennen.
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