Abstehende Ohren sind in der Regel durch eine angeborene Verformung der Ohrknorpel oder durch eine asymmetrische Entwicklung einzelner Knorpelteile bedingt. Mit einer Operation lässt sich der Ohrknorpel neu formen und das Ohr anlegen.
Dieser Eingriff kann in jedem Alter erfolgen, es gibt aber Empfehlungen ihn aus psychosozialen Gründen vor dem Schuleintritt vorzunehmen, der für die meisten Kinder einen wichtigen neuen Lebensabschnitt darstellt.
Bei abstehenden Ohren ist meist die Hauptfältelung der Ohrmuschel, die so genannte Anthelix, zu schwach ausgebildet oder fehlt ganz. Der Ohrknorpel muss daher neu geformt und in dieser neuen Form fixiert werden. Gelegentlich handelt es sich um eine kombinierte Fehlbildung, an denen auch andere Teile des Ohres beteiligt sind. Der Schnitt wird an der Rückseite des Ohres oder weitgehend verdeckt innerhalb des Ohrmuschelrandes gesetzt. Der Ohrmuschelknorpel wird freigelegt und mit einem feinen Diamantschleifkopf ausgedünnt, bis er die gewünschte Form erreicht hat. Mit drei bis vier feinen Nähten wird er zuletzt in der neuen Position fixiert.
Nach dem Eingriff werden die Ohren fixiert und durch einen Mützenverband geschützt. Erwachsene können auch ein breites Stirnband tragen.
Eine Ohrenkorrektur dauert 1 bis 2 Stunden und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, bei kleinen Kindern auch in Vollnarkose.
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